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Mein erster Auftritt in einer Anthologie. Was habe ich gekämpft! Diese Kurzgeschichte hat insgesamt über 100 Arbeitsstunden verschlungen. Sie war geschrieben, dann bekam sie einen neuen Handlungsstrang, dann wurde alles umgestellt und ergänzt und am Ende war sie völlig verworren und gefühlt unentschlossen zwischen verschiedenen Handlungsbereichen. Allerdings habe ich beschlossen sie einzusenden, weil so viel Arbeit drin steckte. Eigentlich hatte ich mir keinen Erfolg erhofft, auch weil über 200 Beiträge eingingen.

Dann kam die Zusage der Verlegerin. "Herrlich chaotisch", schrieb sie. Und das ist die Geschichte! Sie ist lustig, chaotisch und erzählt vom Kobold, in dessen Zauberkeller ein Feuer ausbricht.

Mondwolf: Funken, Flammen, Feuerzungen, 11/2012, ISBN 978-3950300253

Zischend verdampfte der Trank zu hellgelbem Rauch. Er zog durch den Kamin in die Küche, ein Stockwerk höher, waberte zum Küchentisch, vorbei an geschnittenem Porree, Sellerie und Möhren, bis er ein gerupftes, ausgenommenes Suppenhuhn berührte. Dieses erhob sich und begann auf der Arbeitsfläche nach Körnern zu picken. Dabei ignorierte es standhaft die Tatsache, dass es keinen Kopf mehr besaß.

Bildnachweis (Slider) pixelio.de: Wilhelmine Wulff, berwis, S. Hofschlaeger