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Das Pro­jekt STEAMPUNK-CHRONIKEN hat das Ziel, Steampunk-Geschichten abseits der eta­blier­ten Publi­kums­ver­lage zu ver­öf­fent­li­chen. Es geht um Auto­ren, um Leser, um Ver­öf­fent­li­chun­gen und um eBooks. Und selbst­ver­ständ­lich geht es auch um span­nen­den Lesestoff.

In der Ausschreibung wur­den für den zwei­ten Band der STEAMPUNK-CHRONIKEN Kurz­ge­schich­ten aus dem Genre Steam­punk gesucht. Der The­men­schwer­punkt liegt auf Gaslicht. Es sollten klas­si­sche vik­to­ria­ni­sche Gru­selg­schich­ten mit Steam­punk verbunden werden. Daraus wurden zwei Bände, meine Geschichte wurde für die Ausgabe "Mechanische Geister" ausgewählt.

Das freut mich besonders, denn durch die Veröffentlichung unter einer freien Lizenz ist diese Geschichte nun allen Interessierten kostenlos zugänglich. Man darf etwas bezahlen, man muss nicht!

Mechanische Geister

Mary sperrte die Haustür auf und unterdrückte mit aufgerissenen Augen einen Schrei des Entsetzens. Beim Versuch, der Tochter mit dem ausladenden Kleid die Sicht zu versperren, fielen ihr die Einkäufe klirrend zu Boden. Joseph kauerte im Schaukelstuhl vor dem Kamin. Neben ihm stand der deckenhohe Weihnachtsbaum. Das Feuer prasselte und die Flammen ließen den üppigen Baumschmuck glitzern. Splitter der gläsernen Baumspitze lagen verstreut. Joseph stützte die Ellbogen auf die Knie und verdeckte das Gesicht mi den Händen. Zwischen den Fingern quoll Blut aus einer Wunde an der Wange hervor.

Bildnachweis (Slider) pixelio.de: Wilhelmine Wulff, berwis, S. Hofschlaeger